Oval von Elvia Wilk

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Roman übersetzt aus dem Amerikanischen Englisch von Julia Wolf
Hardcover
, ca. 350 Seiten

Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin haben Stadtentwickler einen künstlichen Berg mit einer Vorzeige-Siedlung für nachhaltiges Leben errichtet. Dort wohnt die junge Wissenschaftlerin Anja mit ihrem Freund Louis, der an der Entwicklung einer Designer-Droge arbeitet: Oval soll die Menschen großzügiger machen und dadurch die wachenden sozialen Spannungen lösen, denn in der Stadt herrscht längst Endzeitstimmung.
Das Wetter spielt verrückt, Apps verwandeln menschliche Beziehungen in Ware, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, weil ein Immobilienunternehmen im Namen der Nachhaltigkeit alles luxussaniert. Anja bleibt skeptisch, und so zersetzt sich ihre Beziehung zu Louis, während ein wahrer Oval-Exzess die Stadt erfasst, bis sie entsetzt feststellt, dass die Machenschaften des Immobilienunternehmens viel weiter reichen, als angenommen.
Oval fragt, was geschieht, wenn alles so weitergeht. Elvia Wilk entwirft dabei ein erschreckendes Berlinbild der Zukunft, gerade weil es konsequent an die Gegenwart anschließt. Kapitalismuskritik, Science-Fiction, Diskurse aus Kunst, Architektur und den neuen Technologien werden zu einer feinsinnigen Dystopie verwoben, deren kluge Protagonistin bei allem Scharfsinn nicht davor gefeit ist, an sich und der Welt zu verzweifeln.

Presse

»Wie Elvia Wilk in ihrem Buch die unheiligen Allianzen und Wechselwirkungen zwischen neoliberalem Denken und dem kreativen Imperativ der Kunstszene aufs Korn nimmt, ist absolut bestechend und oft abgrundtief komisch. (...) »Oval« ist die umfassende dystopische Satire, die unsere Zeit verdient. Eine sarkastischere Analyse unserer neoliberalen Kultur als diesen Roman wird man so schnell nicht finden.«
Florian Keller in der WoZ

»Es ist die Kreativ- und Beraterszene, in der sich der Roman bewegt. Man trinkt Smoothies, treibt sich in hippen Clubs und Bars herum und konsumiert Drogen. Wer früher Kunst gemacht hat, verdingt sich nun in den Unternehmen der neuen Ökonomie. (...) Das Politische verwebt Wilk eng mit dem Persönlichen. Die Erzählung konzentriert sich auf die Empfindungen Anjas. In deren involvierter wie zugleich die Verhältnisse analytisch durchschauender Sichtweise zeigt sich die Brillanz der Autorin am deutlichsten.«

Vielleicht hat es den Blick einer New Yorkerin – in der grandiosen Übersetzung von Julia Wolf! – gebraucht, um dieses Skalpell eines Romans so treffsicher am Nerv unserer Gegenwart anzusetzen.

Eine bitterböse Reflektion über eine Gesellschaft, in der alles zur Ware geworden ist: Wissen, Liebe, Freundschaft, Nachhaltigkeit, Kunst, Transgression, Großzügigkeit, ja sogar die Sprache selbst.

In dieser Dystopie wird Berlin zum Schauplatz der Apokalypse, die nicht aufhört, nicht aufzuhören. Eine Dialektik der Aufklärung als Großstadtroman.

Die US-Autorin kennt die angesagten Bullshit-Diskurse, Medien und Clubs. Ihr großartiges Debüt »Oval« ist eine realitätsnahe und scharfzüngige Satire auf das Berliner Kreativ-Prekariat: Man ist arm, aber sexy, klimaneutral gegendert, authentisch und achtsam zynisch.
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